2.3 LCD/LCS-Drucker

Abkürzung Liquid-Crystal-Display-/Shutter-Drucker. Sie verwenden eine Leiste, die so breit ist wie eine Seite und 2.400 LCD-Elemente enthält. An ihr dreht sich die zu belichtende Bildtrommel vorbei. Die einzelnen LCD-Elemente werden entsprechend den auszugebenden Daten angesteuert und lassen dann entweder das Licht einer starken Lampe durch oder verdunkeln es. So werden Ladungen auf der Bildtrommel entfernt. Oft werden LCD-/LCS-Drucker oft auch als Laserdrucker bezeichnet.

2.4 Typenraddrucker

Die Buchstaben im Drucker werden erzeugt, indem ein Hammer durch ein sogenanntes Typenrad durch ein Farbband gegen das Papier schlägt. Der Hammer wird in der Regel von einem Permanentmagneten angetrieben, der sich in einem Elektromagneten befindet. Die Typenräder sind auswechselbar und meist für verschiedene Schriftarten verfügbar. Die Druckgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 15–30 Zeichen pro Sekunde. Professionelle Geräte erreichen aber auch weitaus höhere Geschwindigkeiten bis 80 Zeichen pro Sekunde. Das Schriftbild der Ausdrucke ist von sehr guter Qualität. Die Grafikfähigkeit derartiger Drucker beschränkt sich in der Regel auf das Zeichnen von Linien. Die Geräte eignen sich sehr gut für die Anfertigung von Durchschlägen.

In den 1980er und 1990er Jahren wurde der Typenraddrucker oft bei Firmen und Behörden eingesetzt weil sie sehr robust waren. Heute haben sie wegen ihrer niedrigen Geschwindigkeit, ihrer hohen Geräuschentwicklung sowie der fehlenden Grafikfähigkeiten keine Verwendungszwecke mehr.

 

 Triumph-Adler-Typenraddrucker TRD 170 S von ca. 1981

2.5 Kugelkopfdrucker

Der Drucker bewegt sich mit einem runden Druckkopf. Dieser Kugelkopf dreht sich schnell, kippt den Kopf um mehrere Ebenen und stempelt, wenn der richtige „Stempel“ vor dem Papier ist, auf ein Farbband. Dieses druckt dann durch auf das dahinter liegende Papier. Diese Druckmethode wurde aber bald ersetzt.

2.6 Nadeldrucker

Nadeldrucker sind Matrixdrucker, die statt ganzer Buchstaben nur Punkte durch Nadeln auf das Papier bringen, die sich optisch zu Buchstaben zusammenfügen. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Druckern ist die Möglichkeit, Durchschläge in einem Arbeitsgang anzufertigen, weshalb solche Drucker noch heute in vielen Arztpraxen oder Firmen zu finden sind. Auch lassen sich mit Nadeldruckern einfache Schwarz-Weiß-Grafiken drucken. Sie verursachen beim Druckvorgang jedoch starken Lärm.

 

Druckbild eines 9-Nadel-Druckers in der Vergrößerung

2.7 Metalldrucker (Elektro-Erosionsdrucker)

Ein metallbeschichtetes Papier wird von einem Druckkopf an den zu bedruckenden Stellen durch Elektrizität erhitzt und dadurch geschwärzt. Diese Drucker sind einfach aufgebaut und benötigen kein Farbband, aber teures Papier. Diese Geräte waren immer Nischenprodukt für spezielle Verwendungszwecke gedacht, z. B. als Zubehör für Homecomputer. Nach der Papierrollenproduktion wurden sie noch selten eingesetzt. Sie wurden hauptsächlich vom Thermodrucker verdrängt, der sich für ähnliche Verwendungszwecke empfiehlt. Ihm gegenüber sind dessen Ausdrucke zwar lichtecht, aber empfindlich gegenüber Hautfett.

Der Thermodirektdrucker Apple Silentype; eingeführt 1980

2.8 Wachsdrucker

Wachsdrucker sind Drucker, die mit Wachstropfen drucken. Da die Farben nicht transparent sind, werden die Farbtropfen nebeneinander gesetzt und in der Fixiereinheit des Druckers noch einmal verschmolzen. Wachsdrucker werden teilweise auch als Festtintendrucker oder Phaser bezeichnet.

Für den Druck werden Wachswürfel (meist in den Farben schwarz, magenta, cyan und gelb) im Gerät aufgeschmolzen. Die Toner-Wachswürfel sind staubfrei und können – ohne dass es zu einer Verschmutzung der Hände kommt – auch während des Druckens nachgefüllt werden. Die Fixiereinheit erzeugt kein Ozon, beim Betrieb kann aber mitunter Wachsgeruch festgestellt werden.

Bei jedem Ausschalten bzw. Einschalten werden die Spritzdüsen geleert, was den Tonerverbrauch sehr stark erhöht. Nach dem Einschalten sind zehn bis zwanzig Minuten Aufwärmzeit bis zum ersten Ausdruck keine Seltenheit. Um dies zu umgehen, werden die Geräte eher eingeschaltet gelassen, wodurch die Wachsschmelze in der Druckeinheit durch fortwährende Heizung immer flüssig bleibt, aber hiefür der Stromverbrauch im Stand-By-Betrieb sehr hoch ist.

Die Drucker zeichnen sich i. d. R. durch kräftige, farbtreue und lichtechte Farben, (bei hohen Druckauflagen) niedrige Druckkosten und Wartungsfreundlichkeit aus. Sie werden vorwiegend für Proof-Ausdrucke in der Druckvorstufe und in der Werbebranche verwendet. Nachteilig ist, dass die Dokumente durch ihre Wachsschicht nicht kratzfest, mit wässrigen Tinten (etwa von Kugelschreibern) nicht beschriftbar und sehr wärmeanfällig sind und sie lassen sich schlecht weiterverarbeiten (bspw. kein laminieren möglich).


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